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19. März 2026 · 7 Min. Lesezeit

Nachhaltiges Katzenfutter: Insektenprotein, Algen & klimaneutrale Marken

Klimafreundliches Katzenfutter ist 2026 endgültig im Mainstream angekommen. Wir zeigen, welche Alternativen wirklich funktionieren — und welche nicht.

Sophie Wagner

Sophie Wagner

Tierärztin & Autorin

Glückliche Katze frisst nachhaltiges Futter mit umweltfreundlicher Verpackung im Hintergrund

Die Heimtierbranche steht zunehmend in der Kritik: Allein in Deutschland verursacht die Produktion von Hunde- und Katzenfutter jährlich Millionen Tonnen CO₂. 2026 reagieren immer mehr Marken mit innovativen, klimafreundlichen Konzepten.

Insektenprotein als ernstzunehmende Alternative

Schwarze Soldatenfliege, Mehlwürmer und Heimchen liefern hochwertiges Protein mit nur einem Bruchteil des CO₂-Ausstoßes von Rind oder Lamm. Marken wie Tenetrio oder Bellfor haben bereits Linien speziell für Katzen im Sortiment — und Akzeptanztests zeigen erstaunlich gute Ergebnisse.

Algen, Hefe und Laborfleisch

Auch pflanzliche Zusatzstoffe wie Mikroalgen (für Omega-3) sowie Hefen als Proteinquelle gewinnen an Bedeutung. 2026 erscheinen die ersten Produkte mit zellkultiviertem Hühnerfleisch in EU-Testmärkten — ein potenzieller Wendepunkt für die Branche.

Was wirklich nachhaltig ist

Achte nicht nur auf das Etikett, sondern auch auf Verpackung (recycelbar oder nachfüllbar?), Lieferkette und Energieverbrauch der Produktion. Marken mit transparenter CO₂-Bilanz und Zertifikaten wie ClimatePartner oder Cradle-to-Cradle sind eine gute Orientierung.

Wichtig bleibt: Katzen sind obligate Karnivoren. Eine vollständig vegetarische Ernährung ist nicht artgerecht. Aber kombinierte Konzepte mit reduziertem Fleischanteil und alternativen Proteinen können einen echten Unterschied machen — für die Umwelt und für deine Katze.